Vereinsring Goldstein 1966 e.V.
Webseite des Goldsteiner Vereinsrings
Webseite des Goldsteiner Vereinsrings
Die Siedlung Goldstein im Frankfurter Südwesten besteht seit fast 100 Jahren. Nach dem Bau der Siedlung wurden dort viele neue Vereine gegründet. Allen voran der Siedlerbund, in dem fast jeder Siedler Mitglied war. Es folgten Sport- und Musikvereine, die Goldsteiner Schlippcher, die Ortsgruppe des VdK, die Kleintierzüchter und Vogelfreunde, um nur einige zu nennen.
Dieses rege Vereinsleben erforderte es, größere Vereinsfeste und die wenigen zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten zu koordinieren. Daher wurde 1966 der Vereinsring Goldstein gegründet. Diese Dachorganisation war die erste ihrer Art im Vereinsregister der Stadt Frankfurt. Es schlossen sich damals 13 Vereine dieser Organisation in Goldstein an.
Heute gibt der Vereinsring den Goldsteiner Kalender mit den Terminen der Vereine heraus und betreibt die Stadtteil-Webseite. Er veranstaltet mit den Vereinen den Goldsteiner Martinsmarkt, dessen Erlös hilfsbedürftigen Menschen im Stadtteil zur Verfügung gestellt wird und richtet die Krönung der Goldsteiner Rosenhoheit aus. In Goldstein haben wir nicht nur eine eigene Rose, die zum 50jährigen Bestehen der Siedlung gezüchtet wurde, sondern seit 1981 auch eine Rosenhoheit, die unseren Stadtteil vort Ort bei den Vereinsfesten und auch bei Feierlichkeiten im In- und Ausland repräsentiert. Die Goldsteiner Rosenhoheit wird vom Vorstand des Vereinsrings betreut und bei allen Veranstaltungen begleitet.
2026 feiert der Vereinsring Goldstein sein 60jähriges Bestehen. 19 Vereine aus Goldstein und Schwanheim sind Mitglied im Vereinsring.
Die Online-Ausgabe des Goldsteiner Kalenders finden Sie hier: Goldsteiner Termine und Wissenswertes
Mehr über die Goldsteiner Rosenhoheit erfahren Sie hier: Goldsteiner Rosenhoheit
Übersicht und Kontaktmöglichkeiten: Vereine und Verbände Vereinsring Goldstein



Schwierige Zeiten
Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs das Vereinsleben in Goldstein deutlich an und es wurden Vereine unterschiedlichster Interessen gegründet oder gingen aus bereits bestehenden Vereinen hervor. Den 15 Vereinen fehlte es damals an geeigneten Übungsräumen, denn es gab zu der Zeit in Goldstein noch keine Schulen, keine Turnhallen, keine Kirchenzentren, in denen man Unterrichts— oder Übungsräume finden und benutzen konnte.
Nach der Devise, wenn dir keiner hilft, so hilf dir selbst, gingen die Goldsteiner unter der Federführung des 1957 gegründeten Vereins für Sport, Kultur und Jugendpflege daran, dem Raummangel Abhilfe zu schaffen. Mit finanzieller Hilfe des Landes Hessen und der Stadt Frankfurt sowie mit viel Goldsteiner Selbsthilfe bauten sie ein vereinseigenes Bürgerhaus, auch Volkshaus genannt, in der Straße an der Schwarzbachmühle 20.
Das Bürgerhaus Goldstein entsteht
Am 30. April 1960 erfolgte die Einweihung des „ersten und einzigen Bürgerhauses in Vereinsregie“ im Beisein des damaligen Hessischen Innenministers Heinrich Schneider und zahlreicher Ehrengäste. Goldstein hatte endlich einen zentralen Platz, an dem das Gemeinschaftsleben auf allen Gebieten gepflegt werden konnte.
Weitere neue Vereine entstanden. Die einzelnen Interessen aller Vereine und die zeitliche Einplanung der gewünschten Benutzung führten zwangsläufig zu Spannungen, weil eine ordentliche Koordinierung fehlte. Die Goldsteiner Vereine mussten sich wieder neue Möglichkeiten für Übungsabende etc. suchen, in den inzwischen vorhandenen Schulen, bei den Kirchen, in Privatwohnungen, zum Teil auch in anderen Stadtteilen.
1967 übernahm der neu gegründete Bürgerhausverein (als Rechtsnachfolger des Vereins für Sport, Kultur und Jugendpflege) das alte Bürgerhaus. Bereits 1959 hatte die Stadt Frankfurt die alte Parkgaststätte modernisiert und man überlegte, diese als neues Bürgerhaus zu nutzen. Im Zuge der sich über eine längere Zeit hinziehenden Verhandlungen hat sich im Goldsteiner Vereinsleben die Notwendigkeit ergeben, eine Dachorganisation zu gründen, die zukünftig die Koordinierung der einzelnen Vereinstermine durchführen sollte.
Gründung Vereinsring
Die Gründung des Vereinsringes Goldstein erfolgte im August 1966, damals der erste eingetragene Vereinsring in Frankfurt. Der erste Vorstand wurde aus den Mitgliedsvereinen gewählt und bestand aus Alfred Kiefer (Schlippcher) als 1 . Vorsitzender, Georg Steinhauer (VfL) als 2. Vorsitzender, Berthold Matzke (Siedlerbund) als Kassierer, Dr. Richard Langer (Bürgerhausverein) als Schriftführer sowie Dr. Waltraud Boss und Karl Alfred Brandt als Beisitzer.
Folgende Vereine hatten sich dem neuen Ring angeschlossen:
Am 16. September 1967 konnte endlich das neue Bürgerhaus, die renovierte Parkgaststätte, dem Bürgerhausverein offiziell von Oberbürgermeister Brundert übergeben werden. Der neue Mittelpunkt von Goldstein war geschaffen.
50 Jahre Goldsteinsiedlung
Im Jahr 1981 beschloss der Vereinsring, im nächsten Jahr den 50. Jahrestag des Bezuges der ersten Goldsteiner Siedlerstellen zu feiern. Wenn auch erst 50 Jahre alt, sollten doch alle Frankfurter ganz schnell merken, dass man ein solches Ereignis in Goldstein anders feiern wird, als bei den üblichen 1100- oder 1200-Jahrfeiern der Nachbarstadtteile.
Insgesamt 25.000 Besucher haben in der Festwoche 1982 die Veranstaltungen besucht. Seit 1982 wird in Goldstein eine Rosenhoheit gekrönt, die den „schönsten Stadtteil Frankfurts“, wie die Goldsteiner mit einem Augenzwinkern sagen, bei vielen Veranstaltungen repräsentiert.
1988 war das Bürgerhaus für die inzwischen 23 Vereine wieder zu klein und sollte umgebaut werden. Die Saalbau GmbH übernahm den Umbaukosten und sollte das Haus später betreiben. Mit der offiziellen Einweihungsfeier am 7. Juni 1991 war das neue Bürgerhaus wieder einsatzfähig.
Auf Initiative des Goldsteiner Vereinsrings wurde der jährliche Weihnachtsmarkt auf dem Parkplatz vor dem Bürgerhaus Goldstein eingeführt und am 13. Dezember 1986 erstmals abgehalten. Er stand unter dem Motto „Goldsteiner helfen Goldsteinern“ und der Erlös kam unmittelbar bedürftigen Goldsteiner Bürgern zugute. Da die umliegenden Stadtteile ihre Weihnachtsmärkte fast alle zur gleichen Zeit abhielten, wurde 1998 aus dem Goldsteiner Weihnachtsmarkt der Martinsmarkt, der am 14 . November 1998 erstmals stattfand. Das Motto mit dem für Goldstein stehenden Gemeinschaftssinn und die Weitergabe des Erlöses für den guten Zweck ist geblieben.
(Textquellen: Archiv Ernst Leißner)
Alfred Kiefer prägte Goldstein gesellschaftlich und sozial wie kaum ein anderer. Er war mit seinem Engagement bei vielen Goldsteiner Vereinen sowie seiner langjährigen Aufgabe als Sozialbezirksvorsteher Goldsteiner mit Leib und Seele.
„Don Alfredo“ wie er später genannt wurde, gründete nicht nur den Vereinsring Goldstein, sondern auch die Senioren-Mundharmoniker „Goldsteiner Schnutehowweler“ und war langjähriger Ministerpräsident der Goldsteiner Schlippcher.
Foto: Familien Kiefer/Lehne

